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Linz, eine kurze Reportage – vor Weihnachten – Dezember 2009

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Linz, eine kurze Reportage
Fotografik aus der Kulturhauptstadt Europas 2009


Wie man nicht immer mit dem Regen rechnet, habe ich mit dem Herausblicken der Sonne am 02.12.2009 Nachmittag, nach dem stürmischen Vortagswetter ebenso nicht gerechnet. Sonst wäre ich mit meiner Kamera, die mich fast immer begleitet, statt Regenschirm gerüstet gewesen. Ich war schon verzweifelt als ich einen Eindruck nach dem anderen ohne Kamera zu erleben begann und die wunderschöne Stadt Linz an der Donau, glänzend in der Nachmittagsonne, auf mich so eindrucksvoll wirkte. Gott sei Dank fiel mir plötzlich ein, als mein Handy klingelte, es ist doch ein Versuch wert auch mit dem Handy als Kameraersatz erstes mal einige Impressionen zu sammeln, die ich als Erinnerung nach Regensburg unbedingt mitnehmen wollte.

Und so ging los vom Domplatz zum Hauptplatz und bis über die Donau zum Ars Electronica Center, das „Museum der Zukunft“ und wieder zurück. Von der Neogotik zur aktuellen Architektur, zum Barock, dann von der Eklektik wieder bis zur moderne Architektur und zurück. Von sehr gut revitalisierter Altbausubstanz bis hin zum Neubauten im historischen Kontext, mit diversen planerischen Einpassungsstrategien oder gewagtem Kontrast-Design, prägen die Linzer Architekturszene.
Und diese Vielfalt gebündelt mit reichhaltigen Kulturevents macht Linz so attraktiv und abwechselnd, einladend, dynamisch und offen für ein breites Interessenspektrum. Am wärmsten wirkte aber die Vorweihnachtsstimmung in der ganzen Stadt und nicht zuletzt die freundliche Kommunikation im Infocenter “Linz09″ auf dem Hauptplatz. Als Höhepunkt des Tages galt natürlich auch der Besuch im Haus der Original Linzer Torte, auch das „Kunstcafé“ genannt, mit dem Genuss einer 300 Jahre Tradition nach hergestellten Linzer Torte.

Während meines abschließenden Kafegenusses startete ich mein Laptop und fertigte aus den Handybildern in Mischtechnik einige Skizzen, Grafiken und Fotografiken, mit Maus und Software. Am nächsten Tag wieder in die Heimat zurückgekehrt, habe ich noch an der Sequenz der mitgebrachten Erinnerungen soweit gewirkt, daß diese Kurze Reportage im Artis Diversis offiziell ab 15.12.2009 publiziert werden konnte. Die Online-Ausstellung ist bis Ende Januar 2010 unter www.ARTIS-DIVERSIS.net zu sehen.

Es war ein unvergesslicher vorweihnachtlicher Tag und eine erlebnisreiche Reportage ohne Kamera in Linz an der Donau.

ARTIS DIVERSIS – Johann A.G. Baloghy


Pressekommentare:
Linz Presse, Presseaussendung vom 17.12.2009 / Kultur /
“Linz-Bilder der besonderen Art”


 

Linz, a brief report
Photographic from the cultural capital of Europe in 2009


As you can not always count on the rain, I had not reckoned with the sun, looking out on 02.12.2009 afternoon, after the stormy weather day before. Otherwise I’d be with my camera, which accompanies me almost always instead of umbrella.
I was already desperate when I began to experience an impression after another without camera while the beautiful city of Linz on the Danube, shining in the afternoon sun, seemed so impressive to me. Thank God I remembered suddenly, when my phone rang, it is worth to try to collect some impressions with the mobile phone too, as a camera replacement, because I wanted to take these impressions as memories to Regensburg.

And so off we went from the Cathedral Square to the Main Square and up to over the Danube to the Ars Electronica Center, the “Museum of the Future” and back again. From the Neo-Gothic to the current architecture, then from the Baroque to the eclecticism and modern architecture and then back again.
From very good revitalized old buildings up to the new buildings in the historical context, with several planning integration strategies or daring contrasting design, all this characterize the architectural scene in Linz. And this bundled variety, with rich cultural diversity and abundant Kulturevents makes Linz so attractive and alternate, inviting, dynamically and openly for a wide spectrum of interest. The Christmas sentiment worked warmest throughout the city and not least the friendly communication in the Information Center “Linz09″ on the Main Square.
The highlight of the day, of course, was also a visit to the “Haus der Original Linzer Torte”, also called the “Art Café”, with the benefit of a tradition for 300 years produced cake.

During my final consumption of Café I started my laptop and made from the cell phone pictures in mixed technique a few sketches, graphics and photographics, with mouse and software.

The next day I returned back to my homeland and finished the sequence of art works, as memories, so far that this brief report has been published officially in Artis Diversis at 15.12.2009.
The Online Exhibition is to be seen until at the end of January 2010 under www.ARTIS-DIVERSIS.net.

It was an unforgettable pre Christmas day and an exciting report making without camera in Linz on the Danube.

ARTIS DIVERSIS – Johann A.G. Baloghy


Press comments:
Linz Press, Press release at 17 Dec 2009 / Culture /
“Linz pictures of the special kind”


 Die Stiftkirche Unserer Lieben Frau zur Alten Kapelle in Regensburg Teil 1


© 2009 ARTIS DIVERSIS Panoramafotografie: J.A.G. Baloghy


Die Stiftkirche Unserer Lieben Frau zur Alten Kapelle in Regensburg Teil 1

Wie ein Portal zum Himmelreich, in unserem nach oben gerichteten Blick, wirkt und sich entfaltet der Gesamteindruck, wenn man die lichtdurchflutete und prächtige Marienkirche, die Stiftkirche Unserer Lieben Frau zur Alten Kapelle in Regensburg, betritt.

Über 1000 Jahre traditionsreiche Bauentwicklungsgeschichte formte und prägte das Entstehen und Bestehen des ältesten Gotteshauses aus Regensburg. Die Wurzel, der im 18. Jahrhundert zu den Höhepunkt des süddeutschen Rokoko Baustils umgestaltete Kirche, reichen bis zu den Adern der Romanik und Gotik in Bayern.

Seit ihrer Entstehung befindet sich die „Alte Kapelle“ im Besitz des Kanonikat-Stiftes, welches damit wohl das einzige, ununterbrochen bis heute, existierende Stift karolingischen Ursprungs sein dürfte.

Das Stift unserer Lieben Frau zur Alten Kapelle geht auf König Ludwig den Deutschen zurück. Urkundlich wird es 875 erstmals erwähnt. Seitdem wurde die Kirche in zahlreichen Urkunden von den Nachfolgern auch als „antiqua capella“, „matrem ecclesiam“, etc. bezeichnet. Als zweiter Stifter wird Heinrich II. verehrt. 1002 erfährt die Stiftskirche durch Heinrich II. eine Erweiterung. Als er 1014 in Rom zum Kaiser gekrönt wird, erhält Heinrich und seine Gemahlin Kunigunde von Papst Benedikt VIII. ein Marienbild, das er der Kapelle übergibt.

Autonom wurde das Kollegiatstift und das Bauwerk über Jahrhunderte hinaus von den amtierenden Dekans in deren Fortbestehen geprägt. Das Stift hat in seiner langen Geschichte Höhen und Tiefen erlebt. In der Säkularisation wurde das Stift Dank Dalberg nicht aufgelöst. So besteht das Kollegiatstift ohne Unterbrechung seit der Zeit Karls des Großen bis heute.

Im Jahr 2006 besuchte der Heilige Vater Papst Benedikt XVI. Regensburg und segnete die Orgel in der Basilika. Dieses Ereignis ist für das Stift ein unvergesslicher Höhepunkt in seiner bewegten Geschichte.

HDR2_P01
Die Gedenktafel vom 13. September 2006


 
Die Zeittafel:

875 Ersterwähnung der Alten Kapelle und des
daran angeschlossenen Kanonikatsstiftes
967 Alte Kapelle als baufällig beschrieben
1002–1004 Erneuerung der Kirche unter Kaiser Heinrich II
1152 und 1176 Beschädigung der Kirche während der Stadtbrände
1441–1452 Errichtung des gotischen Chores
1609 Barocke Neugestaltung der Kirche
1747–97 Entstehung der Rokoko – Ausstattung
1886 Erste umfassende Restaurierung
1934-1935 Neuerliche Restaurierung
1944 Bombenschaden am nördlichen Querhaus
1992-2002 Umfassende Gesamtsanierung des Inneren
2006 Segnung der Papst Benedikt Orgel durch den Heiligen Vater

Im Rahmen eines Forschungsprojektes für die Präsentation von multimedialen Inhalten, einschließlich virtueller Realität, durch das interaktive Abspielen von Präzision-Panoramafotografie, entstand das hier vorgestellte Bildmaterial. Ein computergesteuertes Kamerasystem und Weitwinkelobjektiv mit nanobeschichteter Vergütung wurde eingesetzt. Es erfolgte eine umfangreiche HDRI Bildbearbeitung und letztendlich die Integration in die Webseite. Unterstützung kam von Denis V. Chumakov/Russland und Tommy Wirestam/Schweden mit ergänzenden Software-Pluginmodule und nicht zuletzt von e-3D-solutions für die Programmierung und Webintegration. Das Projekt wurde initiiert, bearbeitet und geleitet vom Autor dieses Beitrages.

Hiermit möchte ich allen Personen danken, die zum Gelingen dieser Veröffentlichung beigetragen haben:
Allen voran der Administration der Stiftskirche Unserer Lieben Frau zur Alten Kapelle. Durch die Hinweise und Vorschläge von H.H. Stiftdekan Hubert Schöner, H.H. Stiftadministrator Glatzel und Herrn Webmaster Markus Lemm, wurde ich auf interessante Details aufmerksam und konnte wichtige Erfahrungen sammeln. Frau Angelika Fischer von der Administration möchte ich für ihre äußerste Hilfsbereitschaft, die mich in der Realisierung dieser Veröffentlichung so motiviert hat, nochmals recht herzlich danken.

Als unvergessliche und “nachklingende Eindrücke”, wie es Herr A. Ziegler von Spektral Classics den Hörerinnen und Hörern gewünscht hat, wirkten und wirken die gespielten Meisterwerke von erstklassigen Musikern auf der Papst-Benedikt-Orgel in der Stiftskirche Unserer Lieben Frau zur Alten Kapelle in Regensburg. Die Originalaufnahmen wurden im Anschluss an die Orgelweihe durch Papst Benedikt XVI. am 13. September 2006 im Rahmen der Festwoche durchgeführt.

Mit weiteren Werke von Bach, Rheinberger, Mendelssohn-Bartholdy und Pachelbel sowie Orgelimprovisation und Gregorianischer Choral bereichert, wurde das CD, “Die Papst-Benedikt-Orgel in der Stiftkirche Unserer Lieben Frau zur Alten Kapelle in Regensburg” von Spectral Records herausgegeben. Für die freundliche Genehmigung der Veröffentlichung von zwei Musikstücke, von Johann Melchior Dreyer (1747-1824) und Johann Kaspar Kerll (1627-1693), gespielt von Stiftorganisten Prof. Norbert Düchtel, möchte ich mich hiermit nochmals recht herzlich bedanken.

Zum Schluss gilt mein Dank der Regie von ZDF, die bei der Generalprobe für die Live-Übertragung des Gottesdienstes vom 22. März 2009, die Aufnahmen ermöglicht hat. Fortsetzung folgt.

ARTIS DIVERSIS – Johann A.G. Baloghy





     
             
 
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